Das Ding das eigentlich Kein Ding ist: Kommunkation
Der Punkt hier ist sie, den Leser oder
die Leserin daran zu erinnern, wie wichtig es ist miteinander zu kommunizieren,
nicht nur auf einer oberflächlichen Ebene mit Small Talk; dem „normalen“
Austausch von Information und Meinungen, Anweisungen zu geben und entgegen zu nehmen, darüber
zu sprechen was wir im Urlaub erlebt haben, was uns gestern in der Straßenbahn
passiert ist, oder während der Arbeit, was wir interessantes im Fernsehen
gesehen haben, oder über andere Menschen zu klatschen, aber wirkliche Kommunikation hat eine ganz
andere Funktion.
In
Englisch gibt es ein schönes Wortspiel bezüglich Kommunkiation: ‘Comm – on –
uni – cation’, Through communication we
recognize our common unity, durch Kommunikation erkennen wir unsere
gemeinsame Einheit. Hier erkennen wir das, auch wenn wir alle einmalige Erfahrungen haben, und dadurch eine bestimmte Persönlichkeit, Mentalität, Vorlieben und Abneigungen, Talente und Herausforderung entwickelt haben, eine völlig einzigartige Art uns auszudrücken, im tieferen Inneren wir sind alle
eins, was wir nur durch inter-aktive, ehrliche und aufrechte Kommunikation erkennen
können. Hier ist es wichtig, und das ist eine äußerst schwierige Aufgabe, dass
was andere sagen und tun nicht persönlich zu nehmen, sie nicht mit uns zu
vergleichen und wie wir sie haben möchten, aber sie wahrzunehmen so wie sie
sind, ohne Erwartungen, Bewertungen und Beurteilungen.
Darüber
hinaus ist es wichtig zu erkennen das wir alle immer kommunizieren, nicht nur
durch das was wir sagen, aber wie wir es sagen, und auch durch das was wir
nicht sagen, ob unsere Worte Ausdruck von unserem Ärger und Hass sind, oder
unserer Freude und Zuneigung, ob wir depressiv oder begeistert sind, ob wir uns
über andere lustig machen oder sie loben, ob wir nur selten etwas sagen, oder
ohne Atempause reden, genauso wie unsere Körperhaltung, unsere Gesten und
Mimik, alles ist eine Form der Kommunikation.
Das
Problem hat aber noch eine ganz andere Seite; oft geben uns andere Ratschläge, die
eigentlich nur Zeuge davon sind, dass wir, dass, was andere kommunizieren, und
was uns nicht gefällt, wir einfach nicht wahrnehmen wollen. Zum Beispiel hören
wir oft; Sei doch noch nicht so ärgerlich, du musst dich doch nicht so schlecht
fühlen, warum bist du bloß so gemein, oder, du machst mich noch ganz krank mit
deiner ständigen Nörgelei. In anderen Worten, wir verurteilen das, was eine
andere Person kommuniziert, ohne zu erkennen, dass die andere Person einfach so
ist, ob wir es mögen oder nicht, und anstatt das wahrzunehmen, versuchen wir
die andere Person mit unseren Ratschlägen zu ändern, was in Wirklichkeit
unmöglich ist.
Oder
man kann es auch so sehen: Wir sehen nur das Symptom eines Problems, dessen
Wurzeln aber viel tiefer begraben sind. Wenn jemand zum Beispiel ärgerlich ist,
hat das ja einen Grund, also zu sagen, sei nicht ärgerlich macht wirklich
keinen Sinn, genauso, wenn jemand faul ist, oder keine Motivation hat, oder jahrelang
einer fehlgeschlagenen Beziehung nachtrauert, oder nicht über den Verlust eines
Freundes hinwegkommt, oder sich einfach nicht an die Ellbogengesellschaft in
der wir leben anpassen kann, oder einen tiefen Hass gegenüber einer anderen
Kultur oder Religion hegt, all das hat seine Begründung. Das zu kritisieren, was wir nicht wahrnehmen
wollen, macht genauso wenig Sinn wie sich mit anderen zu streiten, die eine
andere Meinung vertreten.
Viele Menschen kommunizieren ohne
zu wissen wer sie eigentlich sind, und da fängt die Reise ja eigentlich erst
mal an, Kommunikation als Mittel sich selber zu verstehen. Wie auch immer man
sich fühlt, ob gut oder schlecht, traurig oder froh, depressiv oder motiviert,
ärgerlich oder schüchtern, lustlos oder voller Energie, sowie die Unmenge von Gedanken und Gefühle die sich im inneren eines Menschen abspielen, all das ist eine Form der
Kommunikation, wodurch man lernen kann, sich selber zu verstehen.

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